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Sie finden hier eine Sammlung von Artikeln, Studien, TV Beiträge und Links zum Themenkomplex Windenergie – Politik – Gesellschaft. Windenergie ist die effektivste und kostengünstigste Form der Energiegewinnung und ein wesentlicher Baustein für eine vollständige Versorgung aus regenerativen Energien. Politiker und direkt betroffene Bürger wissen oft nicht, wie sie Informationen zu dem Thema Windenergie einordnen sollen. Mindestabstände zu Wohnbebauungen, Immobilienpreise, Lärm, Natur- und Artenschutzkonflikte sind hierbei die häufigsten Konfliktherde.

Bürgerinitiativen gegen Windkraft machen Politikern und Gemeinderäten schwer zu schaffen und verhindern oft Projekte, die letztendlich allen zugutekommen – denn den Strom benötigen wir alle, wenn die Sektoren Verkehr (Mobilität) und Gebäude (Wärme) umgestellt werden.

Meines Erachtens ist ein falscher Planungsansatz bei der Ausweisung für Windvorrangflächen für viele Konflikte verantwortlich. So sehe ich das „durchdrücken“ von Vorrangflächen von oben herab als ein wesentliches Problem, da hier die lokale Bevölkerung nicht mitgenommen wird. Regionalpläne (ROP) mit Ausschlusswirkung haben juristisch keinen Bestand, denn Klagen von Befürwortern und Gegnern führen dazu, dass diese ROPs aufgehoben wurden und werden. Letztlich haben alle Unsicherheit.

Eine Planung der Vorrangflächen auf der untersten Ebene der Gemeinden wird von Politkern oft abgelehnt, weil sonst zu viele Windparks entstehen könnten (Verspargelung), wegen zu hoher Kosten oder weil das Land schlicht nicht die Planungshoheit aus der Hand geben will. Würde aber jede Gemeinde sich mit den eigenen, anfallenden CO2 Emissionen auseinandersetzen, dann würde die Planung von selbst laufen. Warum, sei hier kurz erklärt:

Würde eine Verpflichtung der Gemeinden bestehen, die CO2 Emissionen innerhalb der Gemeindegrenzen zu mindern entsprechend den politischen Gesamtvorgaben, käme Bewegung in den Ausbau der Erneuerbaren. So könnte jede Gemeinde Technologie-offen und frei entscheiden, welche Sektoren sie zuerst angehen will, um CO2 Minderungen anzugehen – Gebäudesektor, Verkehr oder doch die Stromproduktion durch Erneuerbare? Schnell werden Gemeinden feststellen, dass das größte Potenzial bei der Windenergie liegt, um CO2 einzusparen. Die Diskussion um die gebotenen CO2 Minderungen würde plötzlich in der Gemeinde stattfinden, wo sie auch hingehört.

Schleswig-Holstein geht nun genau diesen Weg mit einem im Entwurf befindlichen Klimaschutzgesetz. Gemeinden werden zukünftig in einer lokalen Bilanz klimaschädlicher Gase transparent dokumentieren und regelmäßig fortschreiben. Somit kommt Bewegung in die Sache, allerdings nur langsam und wohl auch zu spät.

Dieser Ansatz einer Planung „von unten“ ist meiner Meinung nach die ehrlichste und erfolgversprechendste Art und Weise, die Anteile der Erneuerbaren deutlich zu erhöhen.